02.11.2015

Betriebswirtschaft, Meldung

Deutsche Wirtschaft hält Tempo

Beitrag mit Bild

DIW Konjunkturbarometer

Die deutsche Wirtschaft dürfte ihr Tempo bis zum Jahresende halten: Dies signalisiert das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das nach einem Zuwachs von knapp 0,4 Prozent im dritten Vierteljahr auch für das Schlussquartal ein Plus von gut 0,4 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Quartal anzeigt.

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt günstig: Der Beschäftigungsaufbau setzt sich bei spürbaren Lohnzuwächsen fort. „Der private Verbrauch wird daher wohl weiter merklich ausgeweitet werden, allerdings mit leicht abnehmendem Tempo, denn der kaufkraftsteigernde Effekt der gesunkenen Energiepreise fällt im Schlussquartal weg“, schätzt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland, die Lage ein. Unter dem Strich werden die konsumnahen Dienstleister die deutsche Konjunktur weiterhin deutlich anschieben.

Schwäche in der Industrie

Sorgen gibt es dennoch: „Die deutsche Industrie dürfte ihre derzeitige Schwächephase nur allmählich überwinden“, so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Zuletzt fiel die Produktion sogar leicht unter das Volumen vom Jahresbeginn zurück, wozu auch die konjunkturelle Abschwächung in China beigetragen haben dürfte. Zudem sind die Exporte jüngst spürbar gefallen – wenn auch von einem hohen Niveau. Im weiteren Verlauf weitet das verarbeitende Gewerbe seine Produktion wohl nur wenig aus, im Gegensatz zum dritten Quartal wird dadurch allerdings nicht mehr die konjunkturelle Entwicklung insgesamt gebremst. Dieser verhaltende Ausblick spiegelt sich auch in der anhaltend schwachen Entwicklung der Auftragseingänge und der etwas eingetrübten Stimmung in der Industrie wider. So ist unsicher, wie stark sich die Konjunktur in den Schwellenländern letztlich abkühlt, inwieweit sich der Euroraum weiter erholt und ob sich die wirtschaftspolitische Ausrichtung in einzelnen Ländern der Währungsunion ändert.

(DIW Berlin / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Rechtsboard

Nadine Rettenmaier


28.11.2025

Die Teilnichtigkeit der EU-Mindestlohnrichtlinie – Auswirkungen auf den deutschen Mindestlohn?

Mit Urteil vom 11.11.2025 (C-19/23) hat der EuGH Teile der EU-Mindestlohnrichtlinie (MiLoRL) für nichtig erklärt. Es stellt sich nun die Frage, ob und inwieweit das Urteil Auswirkungen auf die in Deutschland jüngst beschlossenen Mindestlohnerhöhungen zum 01.01.2026 (13,90 €) und zum 01.01.2027 (14,60 €) hat.

weiterlesen
Die Teilnichtigkeit der EU-Mindestlohnrichtlinie – Auswirkungen auf den deutschen Mindestlohn?

Meldung

©kebox/fotolia.com


28.11.2025

Geschäftsführer haftet für Gehaltsprivilegien von Betriebsräten

Wer Hinweise auf rechtswidriges Verhalten ignoriert oder nicht nachhakt, läuft Gefahr, persönlich in die Haftung zu geraten, bestätigt das OLG Frankfurt.

weiterlesen
Geschäftsführer haftet für Gehaltsprivilegien von Betriebsräten

Meldung

©animaflora/fotolia.com


28.11.2025

Steuerberatungskosten bei Anteilsverkauf nicht abziehbar

Der BFH hat eine praxisrelevante Frage zur Abzugsfähigkeit von Steuerberatungskosten beim Verkauf von Kapitalgesellschaftsanteilen beantwortet.

weiterlesen
Steuerberatungskosten bei Anteilsverkauf nicht abziehbar

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank