18.03.2019

Meldung, Wirtschaftsrecht

Deutsche Banken sind ertragsschwach

Beitrag mit Bild

©chombosan/fotolia.com

Derzeit wird über eine Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank spekuliert. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) wünscht sich dies ausdrücklich. Denn nach Angaben der Bundesregierung weist das deutsche Bankensystem im internationalen Vergleich eine vergleichsweise geringe Profitabilität aus.

Die volkswirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird maßgeblich auch von einem funktionsfähigen und stabilen Bankensystem gestützt, das die Versorgung der Realwirtschaft mit Finanzierungsinstrumenten sicherstellen kann. Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/8068) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die nach Fusionsplänen von Deutscher Bank und Commerzbank gefragt hatte.

Banken müssen Geschäftsmodelle überprüfen

Die aktuell schwache Ertragslage sei jedoch eine große Herausforderung für den deutschen Finanzsektor, so die Bundesregierung. Daher müssten Banken ihre Geschäftsmodelle überprüfen und bei Bedarf anpassen, um auch langfristig eine positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu unterstützen.

Gründe für schwache Profitabilität

Das deutsche Bankensystem weist im europäischen und globalen Vergleich mit einer Eigenkapitalrentabilität von 3,2 % eine vergleichsweise geringe Profitabilität auf. Allerdings würden, so die Bundesregierung, deutsche Banken mit einer harten Kernkapitalquote von über 15 % auch über eine gute Kapitalausstattung verfügen. Die Bundesregierung führt die im EU-Vergleich schwache Profitabilität der deutschen Banken unter anderem auf den intensiven Wettbewerb und auch auf das historisch niedrige Zinsniveau zurück.

(Deutscher Bundestag, hib vom 18.03.2019/ Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

Unsere Empfehlung für tiefergehende Recherchen zum Thema Wirtschaftsrecht:
Owlit-Modul „Bank- und Kapitalmarktrecht (Erich Schmidt)“


Weitere Meldungen


Meldung

ilixe48/123rf.com


25.09.2026

D&O-Versicherung: Führungskraft haftet trotz Millionenschaden voll

Eine arbeitgeberfinanzierte D&O-Versicherung kann dazu führen, dass Führungskräfte für grob fahrlässig verursachte Schäden voll haften.

weiterlesen
D&O-Versicherung: Führungskraft haftet trotz Millionenschaden voll

Meldung

©Sikov/fotolia.com


25.09.2026

Zum Widerruf eines Online-Kaufvertrags über ein E-Auto

Das OLG Frankfurt/M. befasste sich mit der Frage, ob sich ein Käufer bei fehlerhafter Beschriftung des Bestellbuttons vom Online-Kauf eines E-Autos lösen kann.

weiterlesen
Zum Widerruf eines Online-Kaufvertrags über ein E-Auto

Steuerboard

Franziska Gerhardt


24.09.2026

Ermittlung des Bodenwerts im Sachwertverfahren für Zwecke der Schenkungsteuer

Mit Urteil vom 17.06.2026 (II R 7/24) konkretisiert und bestätigt der BFH zentrale Grundsätze der Grundbesitzbewertung für Erbschaft- und Schenkungsteuerzwecke.

weiterlesen
Ermittlung des Bodenwerts im Sachwertverfahren für Zwecke der Schenkungsteuer
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht