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03.08.2017

Meldung, Steuerrecht

BMF zur Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen

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©Stockfotos-MG/fotolia.com

Das BMF befasst sich in einem aktuellen Schreiben mit der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen nach § 13b Abs. 5 Satz 2 i. V. m. Abs. 2 Nr. 4 UStG. Darin übernimmt die Finanzverwaltung die Grundsätze der BFH-Rechtsprechung und ändert die bisherige Auffassung entsprechend.

In seinem Urteil vom 23.02.2017 (V R 16/16) hat der BFH entschieden, dass die in § 27 Abs. 19 UStG geregelte Korrektur der Umsatzsteuerfestsetzung in Bauträgerfällen unter Beachtung der nachfolgenden Voraussetzungen verfassungsrechtlich unbedenklich ist. Danach sei der durch § 27 Abs. 19 Satz 2 UStG angeordnete Ausschluss des abgabenrechtlichen Vertrauensschutzes unionsrechtlich dann zu rechtfertigen, wenn das Bestehen und die Abtretbarkeit einer Forderung nicht erst im Anschluss an die Änderung des Umsatzsteuerbescheids, sondern bereits im Festsetzungsverfahren geklärt werden.

Zur Anwendung des § 27 Abs. 19 UStG

Die bereits aus dem Unionsrecht abzuleitenden Grundsätze der Rechtssicherheit, des Vertrauensschutzes sowie von Treu und Glauben erforderten zudem, dass der leistende Unternehmer für die in § 27 Abs. 19 Satz 3 UStG umschriebene Fallgestaltung einen Rechtsanspruch auf Annahme seines Abtretungsangebots hat. Auf eine mögliche Anwendung des § 17 Abs. 2 Nr. 1 UStG beim Leistenden bzw. eine analoge Anwendung der § 17 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 1 Satz 2 UStG beim Leistungsempfänger kommt es nach Ansicht des BFH daher nicht an. Hierzu nimmt das BMF mit Schreiben III C 3 – S-7279 vom 26.07.2017 (Download) Stellung.

(BMF vom 26.07.2017 / Viola C. Didier)


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