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07.09.2026

Arbeitsrecht, Meldung

Arbeitszeitwünsche: Viele wollen kürzertreten

Viele Erwerbstätige sind mit dem Umfang ihrer Arbeitszeit nicht zufrieden. 3,8 Millionen Menschen wollten 2025 weniger arbeiten, 1,5 Millionen dagegen mehr. Würden alle Wünsche umgesetzt, würde die durchschnittliche Wochenarbeitszeit rechnerisch allerdings nur geringfügig sinken.

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©liudmilachernetska/123rf.com

Insgesamt 3,8 Millionen Erwerbstätige in Deutschland im Alter von 15 bis 74 Jahren wünschten sich im Jahr 2025 eine kürzere Arbeitszeit, während 1,5 Millionen länger arbeiten wollten. Berücksichtigt wurden Voll- und Teilzeitbeschäftigte. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilt, hatten Erwerbstätige mit Wunsch nach einer Arbeitszeitreduzierung im Durchschnitt eine gewöhnlich geleistete Wochenarbeitszeit von 40,9 Stunden und würden im Durchschnitt gerne 10,5 Stunden weniger arbeiten. Erwerbstätige mit Mehrarbeitswunsch arbeiteten dagegen durchschnittlich 26,2 Stunden pro Woche und wünschten sich eine Erhöhung um 10,5 Stunden.

Arbeitszeitwünsche ergeben rechnerisch ein Minus von 0,6 Stunden pro Woche

Die gewöhnlich geleistete Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 74 Jahren betrug als Summe aus Haupt- und Nebentätigkeiten im Jahr 2025 durchschnittlich 34,7 Stunden. Die Realisierung sämtlicher Arbeitszeitwünsche würde – rein rechnerisch – im Saldo zu einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit um 0,6 Stunden (beziehungsweise 36 Minuten) je Erwerbstätigen führen. Die Befragten wurden gebeten, bei der Beantwortung der Fragen zu berücksichtigen, dass Mehrarbeit mit einem entsprechend höheren und Minderarbeit mit einem entsprechend geringeren Verdienst einhergehen würde.

Arbeitszeitwünsche von Beschäftigungsform und Geschlecht abhängig

Die 3,8 Millionen Erwerbstätigen mit Wunsch nach Arbeitszeitreduktion setzten sich aus 3,3 Millionen Vollzeittätigen und 0,5 Millionen Teilzeittätigen zusammen. Von den 1,5 Millionen Erwerbstätigen mit Mehrarbeitswunsch waren dagegen die meisten in Teilzeit beschäftigt: Während 1,1 Millionen Teilzeitbeschäftigte mehr arbeiten wollten, traf dies lediglich auf 0,4 Millionen Vollzeitbeschäftigte zu.

Vollzeittätige Männer hatten mit 41,1 Stunden eine um 1,5 Stunden höhere durchschnittliche Wochenarbeitszeit als vollzeittätige Frauen (39,6 Stunden). Sie hatten auch häufiger einen Wunsch nach Arbeitszeiterhöhung als Frauen (1,8% zu 1,1%) und wollten ihre Arbeitszeit seltener reduzieren (10,3% zu 13,5%).

Frauen in Teilzeit hatten dagegen mit 22,1 Stunden eine um 2,2 Stunden höhere gewöhnliche Wochenarbeitszeit als teilzeittätige Männer (19,9 Stunden). Sie äußerten dabei mit 7,4% seltener den Wunsch nach einer Arbeitszeiterhöhung als teilzeittätige Männer, von denen 10,4% ihr Arbeitszeit ausweiten wollten.


Statistisches Bundesamt vom 04.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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