16.04.2021

Arbeitsrecht, Meldung

Arbeitgeberbewertungen beeinflussen Job-Wahl

Beitrag mit Bild

©kebox/fotolia.com

Job-Suchende informieren sich online über Bewertungen von Arbeitgebern und viele lassen sich tatsächlich auch von den Arbeitgeberbewertungen beeinflussen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

47 % der Internetnutzerinnen und -nutzer haben sich schon einmal online über Bewertungen von Arbeitgebern informiert, etwa auf Portalen wie kununu.com, meinchef.de oder glassdoor.de. Seit 2018 ist die Zahl derjenigen, die sich auf Online-Plattformen informieren, um elf Prozentpunkte gestiegen. Vor drei Jahren informierten sich noch 36 % darüber, wie aktuelle und ehemalige Angestellte ein Unternehmen bewerten.

Online-Bewertung vom Arbeitgeber so wichtig wie beim Shopping

Für berufstätige Internetnutzerinnen und -nutzer sind Arbeitgeber-Bewertungen im Netz besonders interessant: Hier sagt eine knappe Mehrheit (52 %), dass er oder sie im Internet entsprechende Bewertungen liest. „Online-Rezensionen spielen in der Arbeitswelt eine ähnliche Rolle wie beim Online-Shopping. Eine gute Bewertung kann die Entscheidung für einen Job-Wechsel maßgeblich beeinflussen – und die Bedeutung wird immer größer“, sagt Bitkom-Arbeitsmarkt-Expertin Adél Holdampf-Wendel.

Arbeitgeber sollten die Bewertungen daher ernst nehmen und die Chance nutzen, die Erwartungen potenzieller Bewerbender an das Unternehmen besser kennenlernen und einschätzen zu können. Auch ob ein Arbeitgeber auf eine Online-Bewertung reagiere und wenn ja, wie, könne das eigene Image prägen, sagt Holdampf-Wendel. „Online-Bewertungen sind für viele die erste Visitenkarte eines Arbeitgebers. Wer da Pluspunkte sammeln kann, hat im Kampf um die besten Köpfe eine bessere Ausgangsposition.“

Wie kommen Arbeitgeberbewertungen zustande?

Wie ein Arbeitgeber beurteilt wird, hat auch Auswirkungen auf die Entscheidung für oder gegen einen Job. 44 % aller Befragten, die sich über Arbeitgeber informiert haben, geben an, dass das ihre Entscheidung für einen Job-Wechsel beeinflusst hat. 18 % sagen, die Arbeitgeberbewertungen hätten sie zwar verunsichert, aber sie hätten sich trotzdem für den Job entschieden. 14 % fühlten sich in ihrer Entscheidung für den neuen Arbeitgeber bestärkt. Und 12 % haben sich aufgrund der Arbeitgeberbewertungen im Internet gegen den möglichen Wechsel entschieden.

Ein gutes Viertel der Internetnutzerinnen und -nutzer trägt selbst zu den Arbeitgeberbewertungen im Netz bei. 28 % haben schon einmal ihren Arbeitgeber auf speziellen Bewertungsportalen wie kununu.com, meinchef.de oder glassdoor.de bewertet. Unter den aktuell Berufstätigen ist es ein Drittel (33 %).

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Februar 2021 im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.005 Personen ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 854 Internetnutzerinnen und nutzer.

(Bitkom vom 16.04.2021 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

Unsere Empfehlung für tiefergehende Recherchen zum Thema Arbeitsrecht:
Owlit-Modul „Stotax Personal (Stollfuß Medien)“


Weitere Meldungen


Steuerboard

Tobias Deschenhalm / Michael Grunwald


27.03.2026

Mitarbeiterbeteiligung durch Genussrechte und stille Beteiligungen: Steuerliche Einordnung laufender Gewinnbeteiligungen im Lichte der aktuellen BFH-Rechtsprechung

Die Frage, ob laufende Einkünfte aus Gewinnbeteiligungen eines Arbeitnehmers im Zusammenhang mit einem Sonderrechtsverhältnis zu seinem Arbeitgeber als Einkünfte i.S.d. § 19 EStG („Arbeitslohn“) oder als solche i.S.d. § 20 EStG („Kapitaleinkünfte“) zu qualifizieren sind, ist seit vielen Jahren Gegenstand der finanzgerichtlichen Rechtsprechung.

weiterlesen
Mitarbeiterbeteiligung durch Genussrechte und stille Beteiligungen: Steuerliche Einordnung laufender Gewinnbeteiligungen im Lichte der aktuellen BFH-Rechtsprechung

Interview

David Lancelot


27.03.2026

Warum moderne Rechtsabteilungen zum Wettbewerbsvorteil werden

Moderne Rechtsabteilungen sichern nicht nur Risiken ab, sondern treiben aktiv Wachstum, Effizienz und Unternehmenserfolg.

weiterlesen
Warum moderne Rechtsabteilungen zum Wettbewerbsvorteil werden

Meldung

©MH/fotolia.com


27.03.2026

Recht auf Reparatur: Gesetzentwurf beschlossen

Der Gesetzentwurf zum Recht auf Reparatur setzt klare Anreize für mehr Nachhaltigkeit und einen bewussteren Umgang mit technischen Produkten.

weiterlesen
Recht auf Reparatur: Gesetzentwurf beschlossen
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)