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19.09.2016

Arbeitsrecht, Meldung

Arbeit in Deutschland: Wer arbeitet wie lange?

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Im Jahr 2015 arbeitete gut jeder vierte Erwerbstätige (26,5 %) regelmäßig an Samstagen oder Sonntagen. 20 Jahre zuvor, im Jahr 1996, waren es noch 23,5 % gewesen.

In Deutschland arbeiteten Arbeitnehmer mit einer Vollzeittätigkeit im Jahr 2015 im Mittel 40,5 Stunden pro Woche, Selbstständige mit einer Vollzeittätigkeit arbeiteten dagegen durchschnittlich 48,9 Stunden pro Woche. Bei der Erwerbstätigkeit gibt es außerdem weiterhin deutliche Geschlechterunterschiede.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich die durchschnittliche gewöhnliche Wochenarbeitszeit sowohl vollzeit- als auch teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in den letzten 20 Jahren um eine halbe Stunde auf durchschnittlich 40,5 Stunden pro Woche erhöht. Die Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten unterlag in dieser Zeit jedoch größeren Schwankungen: Von 1996 bis 2005 ist sie zunächst um gut eine Stunde auf den bisherigen Tiefststand von 17,7 Stunden pro Woche gesunken. Seither stieg die durchschnittliche Wochenarbeitszeit Teilzeitbeschäftigter um 1,6 Stunden pro Woche an und lag im Jahr 2015 bei 19,3 Stunden.

Selbstständige im Wandel der Zeit

Selbstständige mit einer Vollzeittätigkeit arbeiteten im Jahr 2015 mit durchschnittlich 48,9 Stunden pro Woche deutlich mehr als Arbeitnehmer. Die Wochenarbeitszeit der vollzeiterwerbstätigen Selbstständigen hat sich in den vergangenen 20 Jahren jedoch um sechs Stunden verringert. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Selbstständigen in Teilzeit hat dagegen seit 1996 von 15,8 auf 16,4 Stunden pro Woche zugenommen.

Viele Teilzeitkräfte wollen Vollzeit arbeiten

Der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen, die eigentlich eine Vollzeitstelle gesucht haben, lag im Jahr 2015 bei 12,9 %. Der Wert ist damit seit dem Höchststand im Jahr 2006 (22,4 %) wieder deutlich gesunken und lag 2015 nur noch knapp über dem Ergebnis vor 20 Jahren (12,3 %). Männer sind zwar seltener in Teilzeit tätig, teilzeitbeschäftigte Männer übten diese Tätigkeit aber mit 17,7 % häufiger unfreiwillig aus als Frauen (11,7 %).

Frauenanteil noch immer unausgeglichen

Bei der Erwerbstätigkeit gibt es weiterhin deutliche Geschlechterunterschiede. So lag der Frauenanteil an Führungspositionen mit 29,3 % im Jahr 2015 deutlich niedriger als der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen von 46,6 %. Auch wenn sich heute mehr Frauen in Führungspositionen befinden als noch vor 20 Jahren, waren 2015 immer noch sieben von zehn Führungskräften männlich. Außerdem arbeiten Frauen weitaus häufiger in Teilzeit als Männer: Knapp vier von fünf Teilzeiterwerbstätigen waren im Jahr 2015 Frauen.

(Destatis, PM vom 15.09.2016/ Viola C. Didier)


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