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05.11.2018

Betriebswirtschaft, Meldung

Aktuelle Entwicklungen im Abschlussprüfungsmarkt

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Die Analyse des deutschen Wirtschaftsprüfermarktes für das Jahr 2017 der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) zeigt eine hohe und weiter leicht ansteigende Konzentration der Abschlussprüferhonorare auf die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Der Gesamtumsatz der Wirtschaftsprüfungspraxen, die Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 319a HGB prüften, beträgt circa 7,5 Mrd. Euro. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen circa 1,9 Mrd. Euro. Bei den Prüfungen kapitalmarktorientierter Unternehmen sind etwa 537 Mio. Euro angefallen. Dabei verteilen sich 96,2 % der Honorare für Abschlussprüfungsleistungen auf die „Big Four“-Gesellschaften Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers. Zwischen 2015 und 2017 ist dieser Anteil leicht gestiegen (2016: 94,9 %, 2015: 94,4 %).

Wirtschaftsprüfer verstärkt in Netzwerken tätig

436 Wirtschaftsprüferpraxen haben 2.550 Abschlussprüfungen bei dem Kapitalmarkt nahe stehenden Unternehmen durchgeführt. 71 dieser Praxen prüften 1.027 Abschlüsse der Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 319a HGB. Darüber hinaus ist eine stetig steigende Zahl der im Berufsregister der WPK eingetragenen Netzwerke und der ihnen angeschlossenen Wirtschaftsprüferpraxen zu verzeichnen. Ende 2017 waren 938 Wirtschaftsprüfungspraxen (2016: 885, 2015: 811) in 411 Netzwerken (2016: 371, 2015: 320) registriert.

Weitere Untersuchungsergebnisse

  • Die Zahl der kapitalmarktorientierten Unternehmen im Sinne von § 264d HGB ist weiterhin rückläufig.
  • Die Reihenfolge der 20 umsatzstärksten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften hat sich geringfügig geändert.
  • Die Bereitschaft zur Registrierung als gesetzlicher Abschlussprüfer und damit die Teilnahme am Qualitätskontrollverfahren nimmt mit der Größe der WP-Praxis zu, auch wenn die Anzahl der als Abschlussprüfer registrierten WP-Praxen zurückgeht.

Zum Hintergrund

Die Analyse der WPK bietet Einblicke in die aktuelle Struktur des Wirtschaftsprüfungsmarktes in Deutschland. Grundlage bilden Daten aus dem Berufsregister, die in dieser Form exklusiv der WPK vorliegen.  Betrachtet werden die Größenstrukturen von Wirtschaftsprüfungspraxen und die Mandatsverteilungen bei Abschlussprüfungen von Unternehmen, die dem Kapitalmarkt nahe stehen. Außerdem werden Entwicklung und Struktur der Abschlussprüferhonorare und der Umsatzerlöse bei Abschlussprüfern der Unternehmen von öffentlichem Interesse nach § 319a HGB analysiert.

(WPK vom 02.11.2018 / Viola C. Didier)

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