03.01.2020

Arbeitsrecht, Meldung

71 % sind im Weihnachtsurlaub erreichbar

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Viele Berufstätige schalten auch in den Weihnachtsferien nicht völlig vom Job ab. So sagen 71 % der Berufstätigen, die Weihnachten, zwischen den Jahren und Neujahr Urlaub haben, dass sie in dieser Zeit trotzdem dienstlich erreichbar sind. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Die Mehrheit der Berufstätigen ist vor allem telefonisch erreichbar (71 %), 63 % per Kurznachricht wie SMS oder Whatsapp. Mehr als jeder Zweite (55 %) checkt außerdem seine beruflichen E-Mails. 2018 bewegte sich die Zahl derjenigen, die im Weihnachtsurlaub dienstlich erreichbar sind, mit 71 % auf dem gleichen Niveau.

Erwartung der Vorgesetzten

Zu den Gründen zählen in diesem Jahr zwei von drei Berufstätigen (66 %), die im Urlaub erreichbar sind, dass vor allem die Vorgesetzten dies von ihnen erwarten würden. 48 % nennen die Erwartungen ihrer Kollegen als Grund, ein Viertel (26 %) die der Kunden. Lediglich 17 % geben an, aus eigenem Wunsch im Urlaub auf Anrufe, Nachrichten oder E-Mails zu reagieren. Ein Teil der Befragten erfüllt mit der durchgängigen Erreichbarkeit auch die Wünsche von Geschäftspartnern (13 %) oder die der eigenen Mitarbeiter (11 %).

Arbeitswelt wandelt sich – auch im Weihnachtsurlaub

„Viele Menschen tragen ihr Smartphone heute immer bei sich. So sind sie während der Arbeitszeit auch für private Belange erreichbar – und während der Freizeit mitunter für dienstliche. Die Arbeitswelt wandelt sich, die vormals klare Trennlinie zwischen Beruf und Privatleben verschwimmt zunehmend“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Es ist allerdings wichtig, dass die freie Zeit zu Weihnachten möglichst ungestört zur Erholung und für Familie und Freunde genutzt werden kann. Unternehmen sollten darauf achten, dass es gute und funktionierende Vertretungslösungen gibt und urlaubende Kollegen möglichst gar nicht oder nur im absoluten Notfall gestört werden.“

(Bitkom, PM vom 23.12.2019 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)

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