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20.09.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

4,8 % weniger Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2016

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Insolvenzgeschehen in Deutschland: Es gibt zwar weniger Insolvenzen, allerdings sind die Forderungen so hoch wie nie.

Im ersten Halbjahr 2016 meldeten die deutschen Amtsgerichte 10.999 Unternehmensinsolvenzen, das waren 4,8 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies teilt das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mit.

Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es im ersten Halbjahr 2016 mit 1.994 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 1.899 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 1.254 Insolvenzanträge gemeldet.

Forderungen von rund 16,5 Milliarden Euro

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im ersten Halbjahr 2016 auf rund 16,5 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2015 hatten sie bei 8,9 Milliarden Euro gelegen. Dieser deutliche Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im ersten Halbjahr 2016 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im ersten Halbjahr 2015.

(Statistisches Bundesamt, PM vom 14.09.2016/ Viola C. Didier)


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