11.03.2016

Meldung, Wirtschaftsrecht

4 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen

Beitrag mit Bild

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte 2015 den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999.

Im Jahr 2015 meldeten die deutschen Amtsgerichte 23 123 Unternehmensinsolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 4 Prozent weniger als im Jahr 2014.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte 2015 den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Zuletzt hatte es im Krisenjahr 2009 ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+ 11,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2008).

Forderungen in Höhe von 17,5 Milliarden

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für das Jahr 2015 auf rund 17,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2014 hatten sie bei rund 25,2 Milliarden Euro gelegen.

Auch Verbraucherinsolvenzen sind rückläufig

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Jahr 2015 mit 80 347 Fällen um 6,9 Prozent niedriger als im Jahr 2014. Damit wurden zum fünften Mal in Folge weniger Verbraucherinsolvenzen registriert als im entsprechenden Vorjahr. Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 20 586 Fällen um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 2 969 Nachlass- beziehungsweise Gesamtgutinsolvenzen und der 658 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2015 auf 127 683 Fälle (- 5,3 Prozent gegenüber 2014).

(Destatis vom 11.03.2016 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

ZEW Länder-Ranking Unternehmenssteuern


07.01.2026

Steuersätze in Europa gleichen sich an

Während in Europa vielerorts die Unternehmenssteuern steigen, könnte Deutschland mit der geplanten Unternehmenssteuersenkung wieder Anschluss finden.

weiterlesen
Steuersätze in Europa gleichen sich an

Meldung

©pitinan/123rf.com


06.01.2026

E-Mobilität: Staat entgehen über 39 Milliarden an Steuern

Die staatliche Förderung von E-Autos führt bis 2030 zu Steuerausfällen von rund 39 Milliarden Euro, vor allem durch entgangene Energie- und Kfz-Steuern.

weiterlesen
E-Mobilität: Staat entgehen über 39 Milliarden an Steuern

Meldung

©Piccolo/fotolia.com


06.01.2026

Steuerlich motivierte Einlage ist kein Betriebsvermögen

Gestaltungen zur Steueroptimierung, die wirtschaftlich nicht nachvollziehbar sind oder lediglich den Anschein von Kapitalzuflüssen erwecken, stehen auf wackligem Fundament.

weiterlesen
Steuerlich motivierte Einlage ist kein Betriebsvermögen
DER BETRIEB Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul DER BETRIEB im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)