15.01.2016

Arbeitsrecht, Meldung

34 Prozent der Deutschen wollen kündigen

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Die Generation Y ist nicht mehr bereit, sich lange an ein Unternehmen zu binden. Das fordert Firmen heraus: Investitionen in Recruiting und Ausbildung der Nachwuchskräfte rechnen sich bei einer hohen Fluktuation nicht.

Der Kampf um gut ausgebildete Fachkräfte wird sich weiter verschärfen. 34 Prozent der Arbeitnehmer wollen den Arbeitgeber spätestens innerhalb der nächsten zwei Jahre wechseln, zeigt die Deloitte Millennial Survey 2016.

Befragt wurden Berufseinsteiger aus diversen Bereichen – Mitarbeiter in Senior-Rollen stellten dabei einen Anteil von 25 Prozent. 34 Prozent der Befragten wollen den Arbeitgeber spätestens innerhalb der nächsten zwei Jahre wechseln. Als Grund für Unzufriedenheit gaben knapp die Hälfte die Zielvorgaben des Unternehmens an. Überforderung am Arbeitsplatz führt demnach zu einer hohen Fluktuationsrate bei der Generation Y.  Als Generation Y werden diejenigen bezeichnet, die um das Jahr 2000 herum Teenager waren. Ein weiterer Grund für die Kündigungspläne ist die fehlende Förderung von Führungskompetenzen, was einen beruflichen Aufstieg verhindert.

Keine Frage des Geldes

Im Gegensatz dazu ist das Gehalt nicht der Aspekt, der die Generation Y am Arbeitsplatz hält. 90 Prozent der Befragten in Deutschland motiviert die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit am meisten, bei ihrem Unternehmen zu bleiben. Im Gegensatz dazu ist das Gehalt lediglich für 76 Prozent ausschlaggebend.

Für viele stellt sich die Frage: Ausstieg oder Abstieg?

34 Prozent der Deutschen geben an, in den nächsten zwei Jahren ihr Unternehmen verlassen zu wollen, davon planen 18 Prozent den Ausstieg schon früher. Im globalen Vergleich sind die Deutschen loyaler als der Durchschnitt: Weltweit wollen demnach 44 Prozent bis 2018 den Arbeitgeber wechseln. Wer den Mitarbeitern keine Aufstiegschancen bieten kann, wird sie folglich nicht halten können. 90 Prozent der Befragten, die länger als fünf Jahre beim Unternehmen bleiben möchten, gaben sinnvolle Aufgaben als Hauptgrund für ihre Zufriedenheit an.

Risikobereitschaft bei Deutschen überdurchschnittlich hoch

Die Deutschen sind im globalen Vergleich risikofreudig. Nur 39 Prozent der Befragten in Senior-Rollen gaben das Vermeiden von Risiken als ausschlaggebend bei wichtigen Entscheidungen an, wohingegen mehr als die Hälfte der weltweit Befragten möglichen Risiken aus dem Weg gehen. Bei Berufseinsteigern spielen Konsequenzen für die Karriere eine noch unbedeutendere Rolle: Lediglich 23 Prozent der deutschen Berufseinsteiger machen demnach ihre Entscheidungen von Risiken abhängig.

(Deloitte, PM vom 13.01.2016/ Viola C. Didier)


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