05.10.2016

Arbeitsrecht, Meldung

Zum Lohnanspruch für Schwangere

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Der Lohnanspruch besteht auch bei einem Beschäftigungsverbot für Schwangere ab erstem Arbeitstag.

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat sich mit den Lohnansprüchen für Schwangere im Falle eines Beschäftigungsverbots ab dem ersten Tag eines Arbeitsverhältnisses beschäftigt.

Die Parteien haben im November 2015 ein Arbeitsverhältnis beginnend zum 1. Januar 2016 vereinbart. Im Dezember 2015 wurde aufgrund einer Risikoschwangerschaft der Arbeitnehmerin ein ärztliches Beschäftigungsverbot erteilt. Die Arbeitnehmerin forderte daher unter Berufung auf § 11 Mutterschutzgesetz den Lohn, den sie bei Arbeitsaufnahme ab Januar 2016 erhalten hätte. Der Arbeitgeber lehnte dies unter Hinweis auf die zu keinem  Zeitpunkt erfolgte tatsächliche Arbeit der Arbeitnehmerin ab.

Anspruch auf Arbeitsentgelt bejaht

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat der Arbeitnehmerin die geforderten Beträge Urteil mit Urteil vom 30.09.2016 (Az. 9 Sa 917/16) zugesprochen. Der Anspruch auf Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten setze keine vorherige Arbeitsleistung voraus. Es komme nur auf ein vorliegendes Arbeitsverhältnis und allein aufgrund eines Beschäftigungsverbotes unterbliebene Arbeit an. Der Arbeitgeber werde hierdurch nicht unverhältnismäßig belastet, weil er die zu zahlenden Beträge aufgrund des Umlageverfahrens in voller Höhe erstattet erhalte.

Das Landesarbeitsgericht hat die Revision zum Bundesarbeitsgericht zugelassen.

(LArbG Berlin-Brandenburg, PM Nr. 34/2016 vom 04.10.2016/ Viola C. Didier)


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