• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Wirtschaftsprüfer in der Funktion des Schiedsgutachters

22.06.2016

Betriebswirtschaft, Meldung

Wirtschaftsprüfer in der Funktion des Schiedsgutachters

Beitrag mit Bild

Wirtschaftsprüfer können in einem Streit mit der Erstellung eines Gutachtens in der Funktion als Schiedsgutachter beauftragt werden.

In der Praxis kommt es häufig vor, dass Wirtschaftsprüfer in einem Streit, der nicht gerichtsanhängig ist, mit der Erstellung eines Gutachtens in der Funktion als „Schiedsgutachter“ beauftragt werden. Das IDW hat nun ergänzend zu IDW S 1 i.d.F. 2008 betreffend die Funktion eines Schiedsgutachters Stellung genommen.

Werden Wirtschaftsprüfer mit der Erstellung eines Gutachtens in der Funktion als „Schiedsgutachter“ beauftragt, liegen anders als nach IDW S 1 i.d.F. 2008 vorgesehen keine zwei gegensätzlichen Gutachten vor, zwischen denen vermittelt werden muss, und auch keine Angaben zu subjektiven Komponenten.

Eigenverantwortlichkeit des Wirtschaftsprüfers

Das IDW hat nun eine Ergänzung der Fragen und Antworten veröffentlicht: Der FAUB hat „Zur praktischen Anwendung der Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen nach IDW S 1 i.d.F. 2008 (F & A zu IDW S 1 i.d.F. 2008)“ zur Erstellung eines verbindlichen Gutachtens in der Funktion als Schiedsgutachter verabschiedet. Darin wird klargestellt, dass es in der Eigenverantwortlichkeit des Wirtschaftsprüfers liegt, wie er einen solchen Schiedsgutachterwert ermittelt. Sofern im Einzelsachverhalt die primäre Zielsetzung in der Ermittlung eines möglichst nachvollziehbaren und typisierten Werts liegt, kann eine Möglichkeit darin bestehen, in den Auftragsvereinbarungen die Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswerts zu vereinbaren. Bei Vorliegen besonderer Sachverhalte ist zu würdigen, ob und inwieweit über den objektivierten Unternehmenswert hinausgehend Anpassungen erforderlich sind, um einen Einigungswert zu ermitteln.

(IDW vom 21.06.2016 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Rechtsboard

Nadine Rettenmaier


28.11.2025

Die Teilnichtigkeit der EU-Mindestlohnrichtlinie – Auswirkungen auf den deutschen Mindestlohn?

Mit Urteil vom 11.11.2025 (C-19/23) hat der EuGH Teile der EU-Mindestlohnrichtlinie (MiLoRL) für nichtig erklärt. Es stellt sich nun die Frage, ob und inwieweit das Urteil Auswirkungen auf die in Deutschland jüngst beschlossenen Mindestlohnerhöhungen zum 01.01.2026 (13,90 €) und zum 01.01.2027 (14,60 €) hat.

weiterlesen
Die Teilnichtigkeit der EU-Mindestlohnrichtlinie – Auswirkungen auf den deutschen Mindestlohn?

Meldung

©kebox/fotolia.com


28.11.2025

Geschäftsführer haftet für Gehaltsprivilegien von Betriebsräten

Wer Hinweise auf rechtswidriges Verhalten ignoriert oder nicht nachhakt, läuft Gefahr, persönlich in die Haftung zu geraten, bestätigt das OLG Frankfurt.

weiterlesen
Geschäftsführer haftet für Gehaltsprivilegien von Betriebsräten

Meldung

©animaflora/fotolia.com


28.11.2025

Steuerberatungskosten bei Anteilsverkauf nicht abziehbar

Der BFH hat eine praxisrelevante Frage zur Abzugsfähigkeit von Steuerberatungskosten beim Verkauf von Kapitalgesellschaftsanteilen beantwortet.

weiterlesen
Steuerberatungskosten bei Anteilsverkauf nicht abziehbar

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Gratis Paket: 4 Hefte + Datenbank