Die Global Accounting Alliance (GAA) fordert Unternehmen dazu auf, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung stärker miteinander zu verzahnen. In ihrem am 08.09.2026 veröffentlichten Bericht „The Connected Reporting Landscape“ warnt die Organisation vor Inkonsistenzen und Doppelarbeit, wenn finanzielle und nachhaltigkeitsbezogene Informationen weiterhin weitgehend getrennt erstellt werden.
Silos erschweren konsistente Berichterstattung
Mit der Publikation startet die GAA eine neue Reihe zur „Konnektivität“ in der Unternehmensberichterstattung. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung von Klima- und anderen Nachhaltigkeitsthemen für Strategie, Governance, Risikomanagement und langfristige Unternehmensresilienz. Nach Ansicht der GAA benötigen Investoren und andere Stakeholder Informationen, die nachvollziehbar zeigen, wie Nachhaltigkeitsaspekte mit finanzieller Performance und Wertschöpfung zusammenhängen. Getrennte Prozesse und rein checklistenorientierte Ansätze könnten dagegen dazu führen, dass Berichte widersprüchlich, redundant oder für Entscheidungen nur eingeschränkt nutzbar sind.
Gemeinsame Governance und Frameworks gefordert
Als Voraussetzung für ein stärker integriertes Reporting nennt die GAA gemeinsame Governance-Strukturen, aufeinander abgestimmte Frameworks sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Finance, Sustainability, Risk und Strategy.
Eine wichtige Rolle sieht die Allianz dabei für Wirtschaftsprüfer und Rechnungslegungsexperten. Deren Kompetenzen bei Bewertung, Kontrollen, Urteilsbildung und Prüfungsvorbereitung könnten dazu beitragen, finanzielle und nachhaltigkeitsbezogene Informationen konsistenter zusammenzuführen.
Der Bericht basiert auf mehr als 30 Interviews mit Akteuren aus dem Reporting-Umfeld. Die zehn Mitgliedsorganisationen der GAA vertreten mehr als 1,4 Mio. Accountants in über 180 Ländern. Auch das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) gehört der Allianz an.

