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31.07.2018

Arbeitsrecht, Meldung

Arbeitskosten im Osten um 23,5 % unter Westniveau

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©GinaSanders/fotolia.com

In Deutschland betrugen die Arbeitskosten je geleistete Stunde durchschnittlich 33,09 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lagen in Ostdeutschland die Arbeitskosten mit 26,14 Euro um 23,5 % unter dem Niveau Westdeutschlands.

Der größte Abstand zwischen Ost und West bestand mit -36,4 % im Verarbeitenden Gewerbe, das in besonderem Maße dem Standort- und Produktwettbewerb ausgesetzt ist. Kurz nach der deutschen Vereinigung (1992) hatte der Abstand in dieser Branche bei -53,4 % gelegen. Bis 1996 war die Lücke kräftig bis auf -42,7 % gesunken. Seitdem hat sich die Annäherung verlangsamt. Die aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamts (Destatis) bezieht sich auf das Jahr 2016.

Unterschiede nach Branchen

Im Verarbeitenden Gewerbe waren die Arbeitskosten großer Unternehmen (1 000 und mehr Beschäftigte) sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland etwa doppelt so hoch wie die Arbeitskosten kleiner Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte). Jedoch arbeitete im Westen mit gut einem Drittel der Beschäftigten (36 %) ein deutlich größerer Anteil in einem großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes als im Osten (15 %). Der geringste Abstand der Arbeitskosten in ostdeutschen Betrieben zum Westniveau bestand 2016 in den vom öffentlichen Dienst geprägten Wirtschaftsabschnitten „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ (-4,5 %) sowie „Erziehung und Unterricht“ (-6,8 %).

(Destatis, PM vom 24.07.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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