27.07.2018

Betriebswirtschaft, Meldung

Industrie 4.0 verändert Geschäftsmodelle

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Die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, verändert nicht nur die Abläufe in Fabriken, sondern auch ganze Geschäftsmodelle. Das zeigt eine neue Befragung von 553 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Bei 76 % der Anwender-Unternehmen beeinflusst Industrie 4.0 das Geschäftsmodell. 39 % aller Nutzer und Planer von Industrie-4.0-Anwendungen sagen, dass sie neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Weitere 18 % geben an, dass sie im Zuge von Industrie 4.0 bereits bestehende Produkte und Dienstleistungen verändert haben oder dies planen. Jedes fünfte Unternehmen (20 %) erklärt, dass es dadurch bestimmte Produkte und Dienstleistungen vom Markt nimmt oder nehmen wird. Lediglich 37 % geben an, dass der Einsatz von Industrie 4.0 keinen Einfluss auf das eigene Geschäftsmodell hat bzw. haben wird. „Während beispielsweise für Hersteller eines Produkts früher der Auftrag endete, sobald das Produkt verkauft war und die Fabrik verlassen hatte, ist das hergestellte smarte Produkt heute auch Basis für neue Geschäftsmodelle“, erklärt Sven Zehl, Referent Industrial Internet & IoT beim Bitkom.

Unternehmen setzen auf plattformbasierte Geschäftsmodelle

Befragt, für welche Art von Geschäftsmodell die Unternehmen Produkte und Dienstleistungen weiter- bzw. neu entwickeln, sagt knapp jedes zehnte Unternehmen (9 %), dass es auf solche datenbasierte Geschäftsmodelle setzt. Das Unternehmen verkauft also zum Beispiel Produkt- und Produktionsdaten oder bietet darauf aufbauend eigene neue Dienste an, etwa um die Qualität und Handhabung des Produkts zu verbessern. Neun von zehn Unternehmen (89 %) sagen, dass sie im Bereich plattformbasierter Geschäftsmodelle tätig sind. Das heißt, dass das Unternehmen eine digitale Plattform erstellt oder sich an einer solchen beteiligt. Darüber können dann etwa Produkte vertrieben, aber auch Kunden und Lieferanten vernetzt werden. 37 % entwickeln Produkte und Dienstleistungen für Geschäftsmodelle mit nutzungsabhängiger Vergütung, sogenannte Pay-per-use-Modelle. Das heißt, dass zum Beispiel die Nutzung einer Maschine je nach Bedarf individuell als Dienstleistung abgerechnet und nicht zu einem festen Kaufpreis angeboten wird.

(Bitkom, PM vom 26.07.2018 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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