• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Externe Datenschutzbeauftragte ist keine Syndikusrechtsanwältin

14.09.2017

Meldung, Wirtschaftsrecht

Externe Datenschutzbeauftragte ist keine Syndikusrechtsanwältin

Beitrag mit Bild

©Thomas Reimer/fotolia.com

Eine Volljuristin, die als externe Datenschutzbeauftragte für die Kunden ihres Arbeitgebers tätig ist und daneben als „Consultant Datenschutz und IT-Compliance“ in den Bereichen Datenschutz, IT-Sicherheit und IT-Foresik berät, ist wegen dieser Tätigkeit nicht als Syndikusrechtsanwältin zuzulassen, entschied der Anwaltsgerichtshof in Hamburg.

Die Klägerin, die zudem als Rechtsanwältin zugelassen ist, hatte wegen ihrer Tätigkeit als externe Datenschutzbeauftragte zusätzlich die Zulassung als Syndikusrechtsanwältin beantragt. Die zuständige Rechtsanwaltskammer lehnte den Antrag ab. Ihr hiergegen gerichteter Widerspruch blieb, ebenso wie die Klage, erfolglos.

Merkmale anwaltlicher Tätigkeit müssen prägend sein

Der AGH nahm im Urteil vom 22.06.2017 (AGH I ZU(SYN) 11/2016 (I-6) an, dass der Beruf einer Datenschutzbeauftragten zwar Merkmale anwaltlicher Tätigkeit aufweise. Diese stellten aber nicht den Schwerpunkt der von der Klägerin zu erbringenden Leistungen dar und seien daher nicht „prägend“ i.S.v. § 46 III BRAO, denn ein Datenschutzbeauftragter habe neben rechtlichen auch in ganz erheblichem Umfang andere Aufgaben, u.a. im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und des Datenschutzmanagements.

Der AGH hat die Berufung zugelassen.

(BRAK, Nachrichten aus Berlin vom 13.09.2017 / Viola C. Didier)


Weitere Meldungen


Meldung

© Robert Kneschke /fotolia.com


02.07.2026

Spekulationssteuer: BFH bestätigt klare Fristregel

Bei Immobilienverkäufen entscheidet der Vertragsabschluss über die Einhaltung der steuerlichen Zehn-Jahres-Frist, so der BFH.

weiterlesen
Spekulationssteuer: BFH bestätigt klare Fristregel

Steuerboard

Malena Anthofer


02.07.2026

BFH zur schenkungsteuerlichen Behandlung des Nießbrauchsvorbehalts bei einer Kapitallebensversicherung

Mit Urteil vom 28.01.2026 (II R 27/22) bezieht der BFH Stellung zur schenkungsteuerlichen Behandlung der Übertragung einer Kapitallebensversicherung unter Nießbrauchsvorbehalt.

weiterlesen
BFH zur schenkungsteuerlichen Behandlung des Nießbrauchsvorbehalts bei einer Kapitallebensversicherung

Meldung

© ra2 studio / fotolia.com


02.07.2026

Formfehler bei digitaler Klage: BFH gewährt Wiedereinsetzung

Ein erkennbarer Übermittlungsfehler kann die Wiedereinsetzung ermöglichen, wenn das Gericht nicht rechtzeitig darauf hinweist.

weiterlesen
Formfehler bei digitaler Klage: BFH gewährt Wiedereinsetzung
DER BETRIEB

Haben wir Ihr Interesse für DER BETRIEB geweckt?

Sichern Sie sich das DER BETRIEB Bundle 
Zeitschrift + Datenbank für Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht